Presseinfo / Buchpräsentation: Aljoscha Ségard – Eine leicht dahingespielte Tonfolge verdichtet sich zu einer Melodie, Striche werden zum Bild

Aljoscha Ségard, der Enkel Paul Klees, feiert 2020 seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass ist in der Edition Till Schaap ein Buch zum vielseitigen Schaffen, welches der Schweizer Maler, Grafiker und Objektkünstler in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, erschienen. Neben zahlreichen Werkabbildungen beinhaltet die reich illustrierte Publikation einen Essay des Berner Autors und Kulturjournalisten Konrad Tobler sowie ein Vorwort der Kuratorin Fabienne Eggelhöfer.

Paul Klee starb 1940. Im selben Jahr wurde Alexander Klee in Sofia geboren. 1948 kam er in die Schweiz. Alexander Klee machte eine Lehre als Fotograf, später arbeitete er als Pressefotograf und Buchhändler. Er machte sich 1976 als freischaffender Künstler unter dem Künstlernamen Aljoscha Ségard selbstständig. Mit seinem Grossvater verbinden ihn künstlerisch mindestens drei Eigenschaften, allerdings in ganz eigener ästhetischer Ausprägung: das Hintersinnige, das Witzig-Poetische und die Freude am Zusammenspiel von Bild und Wort.

Seit einigen Jahren arbeitet Ségard vor allem an zwei Werkgruppen. Da sind einerseits Ding-Assemblagen in kleinen schwarzen Glaskästen, andererseits grossformatige Kohlezeichnungen. So verschieden die beiden Werkstränge auf den ersten Blick auch sein mögen, so sehr sind sie die Essenz eines langjährigen Schaffens und Suchens. Im Stile von japanischen Haikus lässt der Künstler in den Kästen kleine Dinge zusammenkommen, die ihm im Alltag aufgefallen sind. So entstehen poetische Reliquienkästchen voller Assoziationen, die manchmal durch beigefügte Wörter noch erweitert werden. Das Geheimnisvolle prägt auch die Kohlezeichnungen. Zu sehen sind sehr rhythmisch gesetzte Linien, die sich zu Figurationen verdichten, teils zu tief schwarzen Flächen, teils zu schriftähnlichen Erzählungen.

Im Sommer 2021 findet im Zentrum Paul Klee eine Präsentation von Werken Aljoscha Ségards statt.

Aljoscha Ségard
Mit einem Vorwort von Fabienne Eggelhöfer und einem Essay von Konrad Tobler, Texte D/F/E, 
Bern: Till Schaap Edition, 2020, 304 Seiten, in Naturleinen gebunden, zahlreiche Werkabbildungen in
Farbe, CHF 59

Kontakt: 
Maria-Teresa Cano
Leiterin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee
E: press@zpk.org, T: +41 (0)31 328 09 44



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